Weiter geht die Blog-Serie heut mit dem Thema:
Wie Ayurveda und Yoga dich im Frühling unterstützen. Ich nehme dich hier wieder mit in die Welt der ayurvedisch-yogisch-basischen Anschauung der Jahreszeiten.
Lies im Herbst-Blog mehr über die Grundlagen und wie sich die Jahreszeiten mit ihren Besonderheiten auf unsere Dosas auswirken. Sie beeinflussen Körper & Geist und damit auch unser Wohlbefinden und unsere Gemütsverfassung.
Richten wir jetzt den Blick auf die Qualität des Frühjahrs, das von März-Mai dauert.
Was kommt dir selbst in den Kopf?
- Fühlst du, so wie ich, beim Thema Frühling die Leichtigkeit und Frische?
- Die Klarheit und das Rein-Sein?
- Das Gefühl, der Ballast der Dunkelheit darf endlich schwinden und dem Platz machen, was in dir schwingen und tanzen will?
Schwere gehen lassen
Während wir im Winter Kapha ansammeln (Schwere, wenig Bewegung, viel süßes und fettes Essen, das uns erdet), bringt der Frühling durch die Sonnenstrahlen Wärme in unser System. Die angesammelten Schlacken (Ama) werden verflüssigt durch die kräftiger werdende Sonne.
Gleichzeitig reduziert sich unsere Verdauungsenergie wieder und der Körper verlangt danach, die schweren Nahrungsbestandteile einzutauschen gegen leichte Kost.
Bleiben wir jetzt bei der schwerer verdaulichen Nahrung, so wird sich mehr Kapha-Energie sammeln und der Nährboden für Erkältungen (Frühjahrs-Grippe) und Allergien geschaffen.
Ich genieße die Frühlingsenergie besonders gern. Und jedes Jahr im März mache ich eine große Basen-Fasten-Frühjahrs-Kur. Mein Körper ruft regelrecht nach Erleichterung. Und genau das möchte uns Ayurveda auch näherbringen.
In Kombination mit Yoga & Basenlehre bietet sich hier in ein Wandel, der uns ein neues bewusstes Körper- & Lebensgefühl eröffnet. Und dies ist sofort und klar erfahrbar für unseren Körper und die Sinne.
Bewusster Verzicht ist echter Gewinn
Eine Kur zur Entlastung ist genau jetzt richtig! Wenn du sie schon gemacht hast: Prima, dann wirst du dich schon leichter und freier fühlen und deine Zellen sind bereit für den Sommer.
Solltest du noch zögern: Es lohnt sich, mal in sich zu gehen und genau die Dinge aus dem Speiseplan zu streichen, die gerade jetzt Probleme hervorrufen. Du wirst es genau spüren, was dich träge macht, wenn du nicht die Sinne zulässt, die dir ins Ohr flüstern: „och ne, lass es doch. Es ist lecker und ich will viel…“
Bewusster Verzicht ist jetzt echter Gewinn – für deine Gesundheit und dein Körper-Geist-System. Und du weißt ja schon: Jeder Organismus strebt nach Ausgleich.
So schaffen wir jetzt die Basis für einen leichten Einstieg in den kommenden warmen Sommer. Und dieser Sommer soll wieder sehr heiß werden.
Basenreiche Nahrung ist in jeder Jahreszeit gut, da alle Stoffwechselprozesse generell Säure bilden. Im Frühling sollten wir dazu viele Bitterstoffe verwenden, die die Schwere aus dem Körper nehmen.
Und dies gilt für alle Konstitutions-Typen.
Ayurveda-Yoga-Basen bilden einen wundervollen Dreiklang
Also schauen wir mal auf die Ayurveda-Yoga- und Basentipps für mehr Leichtigkeit in dieser Jahreszeit:
Im Frühjahr bietet sich eine Basen-Fasten-Kur an, die den Organismus mit wertvollen Basen versorgt, Vitamine und Mineralstoffe erhält und Fasten-Krisen vermeidet. Sie lässt sich sehr individuell auf deine Dosa-Konstitution anpassen. So entsteht Leichtigkeit statt Fasten-Stress.
***Tipp: Hierzu gibt es auf meinem neu belebten Youtube-Kanal Yogisch-leben übrigens ein tolles gleichnamiges knackiges Video dazu! Und auch wenn die gemeinsame Kur schon vorüber ist: Du kannst jederzeit deine eigene Kurwoche gestalten. Denn der richtige Zeitpunkt ist immer JETZT, wenn es dich ruft! ***
Tipps für den Alltag aus Ayurveda- und Basen-Sicht:
- Vermeide tierische Produkte: Da tierische Bestandteile alle durchweg Säurebildner sind, blockieren sie die Ausleitung von Säure aus dem Körper, denn die Ausscheidungsfähigkeit unserer Nieren ist begrenzt.
- Setze auf leicht verdauliche Mahlzeiten
- Nutze verdauungsfördernde Gewürze wie Kardamom, Ingwer, Zimt, Fenchel, Kreuzkümmel (Cumin), Koriander, Kurkuma und Asafoetida
- Bitterstoffe wie Tausendgüldenkraut, Enzian- und Angelikawurzel, Mariendistel und Blutwurz unterstützen die Leber- und Nierentätigkeit
- Fermentierter Traubensaft und Kräuterweine sind ebenfalls zu empfehlen
- Basen- oder reiner Brennessel-Tee für die Lösung der verbackenen Säuren und Giftstoffe und viel freies Wasser zur Ausspülung aus dem Organismus
- Schwere gehärtete Fette vermeiden (Fertigprodukte) – backe lieber selbst und brate und koche mit Kokosöl, gutem Rapsöl und nutze Olivenöl für deine rohen Speisen
- Warme Suppen und Hot-Pots aus heimischem Gemüse sind kalten Speisen vorzuziehen
- Bitter, Bitter, Bitter!!! Kein Geschmack reinigt intensiver! (Radiccio, Endivie, Rucola, Batavia)
Wenn du fasten möchtest, lege ich dir wirklich die Basen-Fasten-Kur ans Herz. Besonders wenn du eher zur VATA oder PITTA-Struktur gehörst. Hier wirst du ohne Fasten-Krise durch die Zeit gehen und dich dabei wohl und fit fühlen.
KAPHA-Typen dürfen auch Null-Fasten machen und nur eine Woche mit Kräutertees und Wasser verbringen.
Mein Tipp für alle:
Nutze auch während deiner Fastenzeit ein omnimolekulares Nahrungsmittel, das in Granulat- oder Saftform deine Zellen unterstützt.
Und vor allem: Eine Fasten-Kur ist immer DEINE Fasten-Kur. Sie passt sich dir an, damit sie dir dient und dich trägt und stärkt, reinigt und klärt. Was bringt es dir, etwas durchzuziehen, wenn du merkst, dass es dir nicht guttut… nur ,,weil die Freundin oder deine Ideal-Figur es macht“!?
💃🏼💃🏼 💃🏼 Fühle dich! Nimm dich als Nr. 1 deines Lebens!💃🏼💃🏼💃🏼
Yoga im Frühling
Yoga ist für mich zu jeder Jahreszeit mein tägliches Ritual am Morgen.
Die Praxis im Frühjahr darf entgiftend und gleichzeitig stärkend sein. Vinyasas am Morgen – wie der Sonnengruß – und/oder Kriyas und Reinigungsatem am Abend für guten Schlaf, um die Entgiftung über das Körpersystem in der Nacht zu unterstützen, sind ideal.
- Bandhas wie Mula Bandha (Wurzelverschluss) und Uddijyana Bandha (Nabelverschluss) fördern den Transport von Schlacke zum Agni und sind deshalb auch im Frühjahr ideal. Dabei ist der Fokus das Einziehen des Nabels in einer angenehmen Art, die ohne große Spannung auskommt!
- Yoga-Flows am Morgen (möglichst vor der Arbeit) bringen Power für den Tag und sind ein wahrer Basenschutz für unser System. Starten wir mit Yoga und dem Fokus auf unser Wohlbefinden, hat die Säureflut schlechte Karten!
- Kraftvolle Kriyas aus dem Kundalini Yoga unterstützen z.B. mit Feueratem die Praxis und stärken sowohl das Agni als auch die Entgiftung. Die Arbeit mit dem Nabel und mit der Regulation an der Nase oder dem kraftvollen O-Mund wirken magisch!
- Am Abend den Reinigungsatem nutzen und die Schlacken aus dem System scheuchen – danach Visualisierung von kühler Mondenergie, die den Schlaf unterstützt
Was uns noch reinigt
Da unser System jetzt einen so großen Bedarf an Reinigung hat, ist SAUCA – eines der wesentlichen Niyamas, dem Umgang mit uns selbst – nicht nur auf die Ernährung bezogen. Unser tägliches Verhalten sollte uns selbst auch reinigen. So verweist Ayurveda auf einige wesentliche Punkte, die ich gern um meine eigene Sicht der Yoga-Basen-Lehre ergänzen mag.
Hier kommt wieder meine Einladung an dich für deine Selbstfürsorge-Frühjahrs-Praxis:
Und wie auch in jeder Jahreszeit gilt: Du spürst hinein und fühlst, wo du in Resonanz gehst und was du ausprobieren magst. Und vielleicht ist wieder das eine oder andere dabei, was du sowieso ganz intuitiv schon für dich tust.
- Nutze ein Körperöl VOR dem Duschen oder ein Dusch-Öl
- Zungenreinigung und Ölziehen nach dem Zähneputzen am Morgen
- Augen- und Nasenreinigung
- Nasenspülung (Neti) evtl. mit Basensalz – und wenn die Nase schon zu ist, inhaliere über dem Basensalz-Topf vor dem Schlafengehen
- Ätherische Öle oder Kompositionen aus der Natur mit Kräutern beleben die Sinne
- Basische Wickel oder Fuß- und Wannenbäder zur Ausleitung nutzen
- Ein Einlauf mit verdünntem Basentee entlastet das Körpersystem sanft und wirksam
- Regelmäßige sanfte Bewegung an der frischen Luft genießen
- Sport in Maßen – nichts übertreiben, wenn der Winter träge war
- Natur, Wald, Garten – die Fülle einladen und sich oft im Freien aufhalten
- Mittagsschlaf vom Tagesplan streichen – geh lieber früh zu Bett und stehe am Morgen früh auf!
Was du noch tun kannst
Die Verbindung zum Herzchakra ist für mich nicht nur im Frühjahr essentiell. Dennoch ist gerade diese Zei des bewussten Verzichts eine unglaublich wertvolle Erfahrung, wenn wir uns darauf einlassen.
Die Kombination aus Stille, reduzierter Ernährung, viel Flüssigkeit, die den Organismus durchspült und gleichzeitig diese spürbare innere Kraft, die durch diese bewusst gegangene Zeit nach außen drängt, macht das Frühjahr zu einer besonderen Chance für Veränderung.
Wenn du lernst, dich mehr und mehr wahrzunehmen und deine echten Bedürfnisse zu erkennen, wird dir diese Zeit ein großes Geschenk überreichen:
Einen reinen Körper und klaren Geist. Eine Präsenz und Stabilität, aus der du nicht mehr durch die „Gelüste deiner Sinne“ herausfällst. Und jedes Jahr – jede Wiederholung dieses wundervollen Rituals – wird dir mehr und mehr Klarheit schenken.
Über deinen Weg und die nächsten Schritte, die du gehen magst.
Mach es wie die Natur
Reinung und Klärung sind immer wieder die Mittel, die die Natur einsetzt, wenn alles zu viel wird. Mutter Erde zieht die Reißleine, wenn nichts mehr geht. Oft ist das Aushalten von Situationen und das Aussitzen menschengemacht.
Wir halten fest. Zu lange, zu oft, zu stark.
- Beende, was dir schadet
- Nutze, was dir dient
- Vermehre, was dir guttut
Eines der wesentlichen Werkzeuge ist Yoga. Die Stille. Der Atem.
Jemand, der sich noch nicht wirklich mit Yoga beschäftigt hat, sagte zu mir: „Für mich wäre es leichter mit dem Körper zu beginnen, wenn ich etwas direkt verändern wollte. Ich würde dann Yoga machen – um beweglicher zu werden. Atem ist da schon etwas anstrengender und tiefer… spiritueller.“
Ist das so? Für mich ist Yoga und Atem und Stille EINS. Nach mehr als 12 Jahren Yoga-Weg.
Für ihn ist es anders! Und so darf es sein. Yoga wird uns führen, wenn wir beginnen, den Weg zu gehen. Es ist egal, womit wir starten. Irgendwann auf unserem Übungsweg werden wir verstehen, dass Yoga im Leben wirkt. Wir sehen, fühlen und erkennen die Verbindung. Wenn wir durch die Übungen auf der Matte plötzlich feststellen, dass wir in Alltags-Situationen gelassener reagieren als zuvor.
So wird Yoga zur gelebten Philosophie, die alles verändert.
Vinyasa krama - sinnvoll aufeinander aufbauende Schritte, die zum Ziel führen
Geh sie! In deinem Rhythmus – in deinem Tempo und in deiner eigenen Art.
Jetzt ist die Zeit, aus der Schwere des Winters hervor zu treten und mit der Sonne zu tanzen. Beginne dich zu bewegen. Löse dich aus der Starre – und erblühe, wie die Blumen im Frühling!
Komm in deine Kraft zurück. Das Frühjahr ist da und es ist Zeit, in die Aktivität zu gehen. Nicht überhastet, sondern wohl vorbereitet mit der Lehre des Yoga, Ayurveda und den Basen.
Raum für dich
Meine Erfahrungen und mein Wissen teile ich gern mit dir und unterstütze dich, wann immer du bereit bist, mehr zu wollen. In meiner Yoga-Jahresbegleitung, Kurwochen und Einzelarbeit entsteht Raum für Ausgleich in jeder Jahreszeit.
Und heilsame Stille in Frauen-Kreisen mit reinem Kakao und Klang fließen auch im Frühjahr hier mit ein. Wir weben gemeinsam. Neue Räume, kraftvolle Plätze – für Frauen!
Ich bin da, um dich zu erinnern, an deine Macht, deine Gabe, deine Einzigartigkeit.
Alle Termine und aktuellen Angebote findest du hier.
Im Juli folgt der letzte Artikel aus dieser Blog-Serie. Mit dem Sommer schließt sich der Kreis und beginnt im Herbst wieder neu.
Von Herzen zu dir
Sabine
SAT NAM
