Sommerhitze – Yogische Tipps für eine coole Zeit!

In diesem Teil der Serie rund ums Jahr mit dem ayurvedisch-yogisch-basischen Auge nehme ich dich mit in die heiße Zeit, dem Sommer, der die Monate Juni-August umfasst.

Wenn du nochmal auf die Grundlagen des Ayurveda für die Jahreszeiten schauen möchtest, lies gern im Herbst-Blog nach. Dort sind wir gestartet in den Jahreskreis. In jeder Jahreszeit haben wir vorherrschende Qualitäten, die uns und unseren Organismus sowie unser Nervensystem beeinflussen.

Wir können diese nutzen und mit Tipps aus dem Yoga und Ayurveda sowie der Basen-Lehre unseren Körper bei den Prozessen unterstützen. Du weißt ja sicher schon – wenn du mir länger folgst: Hingabe ist der Weg der Leichtigkeit.

Wir gehen immer mit dem Zyklus der Natur – das ist auch in unserem Körper so angelegt. Uns selbst fällt das oft gar nicht so deutlich auf.

Erst dann, wenn es zwickt und zwackt und wir uns nicht mehr so richtig wohl fühlen, beginnen wir, genauer hinzuschauen.

Lass uns hier wieder vorsorgen und uns mit dem Körper und seiner Natur verbinden, so dass wir im Sinne des Yoga

Patanjali Vers 2.16 „zukünftiges Leid vermeiden“ (heyaṁ duḥkham-anāgatam)

und jetzt einen Blick auf den Sommer werfen, der die Monate Juni-August beinhaltet.

Sommerblog

Die Qualitäten des Sommers

Der Sommer trägt eher die feucht-warme und heiß-trockene Luft. So wird PITTA erhöht und wir können aber auch eine Sommer-Grippe bekommen. Oft durch wechselhaftes Wetter, das dann VATA steigert.

Wenn wir im Frühjahr die Schlacken (AMA) aus dem Winter nicht durch eine Kur aus dem Körper geholt haben, können die Reste eintrocknen. Diese Rückstände machen sich dann als Schwere und Trägheit im Körper bemerkbar und belasten unser System in der heißen Jahreszeit zusätzlich.

Aus basischer Sicht würde ich sagen, dass sich Ansammlungen im Gewebe z.B. auch in Wassereinlagerungen in den Beinen, an Knöcheln und Füßen sowie auch Stauungen an den Händen zeigen können. (wenn du z.B. das Gefühl hast, deine Finger werden dick, wenn deine Arme lange Zeit herunterhängen) 

Schwitzen

Schwitzen ist eine wichtige Hilfsfunktion unseres Körpers und sollte nicht unterdrückt werden. Er mag damit Kühlung schaffen und ausleiten, was nicht gebraucht wird.

Ersetzen sollten wir immer die Mineralien, die mit dem Schweiß verloren gehen und Flüssigkeit nachfüllen, um den Reinigungsprozess zu unterstützen.

Achtung: Keine Detox-Kur im Sommer!

Eine Kur zur „Entgiftung“ ist weder aus basischer noch ayurvedischer Sicht angezeigt. Unser Kreislauf-System fährt schon auf Hochtouren, der Körper schaltet auf „Kühlung“ und unser Agni ist reduziert. Hilfreich ist jetzt alles, was das ZUVIEL wegnimmt, also:

                                               Hitze * Trockenheit * Stress * Druck * Hektik * Schärfe                                                     reduziert und dem Körper dadurch bei seinen Bemühungen hilft. 

Was hier besonders wichtig ist: Ayurveda fügt nichts hinzu, wo etwas fehlt, sondern nimmt weg, wo etwas zu viel geworden ist!

Fühle doch mal in dich hinein: Welcher der Begriffe oben triggert so richtig? Wo wünschst du dir gerade etwas weniger? Was darf reduziert werden?

rreduzieren

Schwaches Agni trotz PITTA-Fülle

Zunächst erscheint diese Aussage unlogisch, denn PITTA-Konstitution hat ein starkes Agni und kann richtig gut verstoffwechseln.

Da aber die Hitze den Körper fordert, ist er bemüht, das auszugleichen. So wird das Blut in den sonst gut gefüllten Gefäßen um die Verdauungsorgane mehr in die Außenbereiche unter die Haut geleitet, um Wärme abzugeben

      Wir bemerken dies durch ein

  • reduziertes Hungergefühl,
  • Müdigkeit und die
  • geschwächte Verdauungskraft (Unwohlsein bei schwerem Essen und Alkohol).

Deshalb ist es sinnvoll, mit entsprechendem Verhalten und Essen/Trinken das Agni nicht zu überfordern und gleichzeitig PITTA zu senken.

Im Ayurveda ist ja das Grundprinzip, dass alle Störungen natürlicherweise durch ihr Gegenteil reguliert werden.  Schauen wir jetzt wieder auf die konkreten Tipps aus Ayurveda, Yoga und Basenlehre.

Tipps für den Alltag aus Ayurveda und Basen-Sicht:

PITTA wird besonders gut gesenkt durch den Geschmack süß. Hier sollte jedoch nicht der Industriezucker das Mittel der Wahl sein, da dieser nicht gerade gesund ist und zudem KAPHA mehr fördert als die natürlichen  Süß-Varianten aus der Natur – wie z.B. Datteln, süße Früchte und Gemüse.

    • Leichte und kühlende Nahrung nutzen, z.B. pflanzlichen Skyr oder Joghurt, süßes Obst wie Beeren, Banane und Kirschen, Salate, Kokos- oder Mandelmilch, Hafer- oder Hanfporridge, Dattelsüße statt Honig (trocket aus)
    • Süßen Geschmack bevorzugen, um Pitta zu senken
    • Salzig, sauer, scharf stark reduzieren oder ganz meiden
    • Zimmerwarme Getränke z.B. dunkler Traubensaft mit Wasser, Basentee abgekühlt mit Minze, abgekochtes Wasser abgekühlt mit etwas Zitrone oder Minze, Kreuzkümmel-Tee und evtl. Kalt-Aufguss-Kräuter-Tees
    • Eiskalte Getränke aus dem Kühlschrank meiden! Hier lösen wir eine Endlos-Schleife von Heiß-Kalt aus, die das System völlig überlastet.
    • Smoothies aus süßem Obst mit frischer Minze genießen
    • Alkohol und tierische Produkte reduzieren oder vermeiden
    • Flüssige Dals, evtl. sogar aus pürierten gekeimten Hülsenfrüchten/Sprossen und abgekühlte Kartoffeln (als Salat) genießen
    • Bitter macht fitter!!! Das gilt auch im Sommer, denn es reduziert PITTA stark!

Yoga im Sommer zelebrieren

Nutze im Sommer eine moderate Yoga-Praxis.

Komm in den Flow. Gerade mit fließenden Bewegungen, in denen der Atem führt und ganz viel Raum bekommt, kannst du dir schon beim Üben auf der Matte Kühlung verschaffen.

Ganz sanft bringst du damit deinen Kreislauf in Schwung oder stimmst dich ein auf einen guten Schlaf trotz Hitze!

Klingt gut? Dann praktiziere am Morgen (vor der Arbeit) 15-20 Minuten einen sanften Morgen-Flow

  • Kamelritt
  • Kuh-Katze
  • Vierfüßler-Stretch und Drehung
  • Sanfte Taube oder Eidechse mit fließendem Vor- und Rückbeugen
  • Genieße deinen Atem in vielen Pausen dazwischen
  • Savasana zum Nachspüren und dann mit Strech-Relax (3x spannen/Lösen) den Körper für den Tag aktivieren
  • Zum Schluss 12 Atemzüge Sitali oder Sitkari
Sitali

Und am Abend:

  • Sanfte Apanasas und Massage in der Rückenlage
  • Viparita Karani
  • Savasana
  • Chandra Bhedana
  • Visualisierung von kühlem Mondlicht, das durch das linke Nasenloch fließt

***Tipp:

***Zum 🐪Kamelritt gibt es auf meinem Youtube-Kanal Yogisch-leben übrigens ein tolles gleichnamiges knackiges Video dazu! Und zudem viele Shorts mit Mini-Übungen für dich, z.B. den kraftvollen Hundeatem – da nutzen wir die Weisheit der Tiere😉 ***

Was uns jetzt sonst noch guttut

Hier kommt wieder meine Einladung an dich für deine Selbstfürsorge-Praxis:

Denke wieder daran: Du spürst hinein und fühlst, wo du in Resonanz  gehst und was du ausprobieren magst. Sicherlich sind wieder einige Dinge dabei, die du eh schon aus dir selbst heraus anwendest. Unsere somatische Intelligenz ist da recht gut, wenn wir nicht immer den Kopf dazwischen schalten würden.

  • Vermeide körperliche Anstrengungen zwischen 10-18 Uhr
  • Yoga und Sport am frühen Morgen 6:00 und Abend nach 20:00
  • Sonne nur am Morgen und Spät-Nachmittag genießen
  • Schlafe am Tag in einem luft-gekühlten Raum, wenn du kannst
  • Trage leichte dünne Kleidung aus Baumwolle, Viskose, Leinen
  • Besprenkle deine Haut und/oder Kleidung mit kühlem Wasser
  • Setze dich in den Schatten der Bäume und genieße den Wind
  • Geh in den Wald oder an Orte mit Wasser
  • Hänge dünne Stoffstücke auf, die du mit Rosenwasser, Lavendel oder Lemongras beduftest
  • Brunnen mit fließendem Wasser aufstellen
  • Nachts im Freien schlafen, wenn das möglich ist

Für einen guten Schlaf

Ayurveda-Tipp:

Gönne dir am Abend eine lauwarme Dusche. Öle deinen Körper VOR dem Duschen mit etwas Kokosöl ein und dusche dann sanft ab. Kokosöl hat eine kühlende Eigenschaft und verteilt sich mit dem Wasser gut in der Haut. So wird dein Schlaf noch tiefer und erholsamer sein.

Basen-Tipp: 

Ich nutze gern über Nacht die „Basischen Socken“. Hierzu löst du eine Messerspitze Basensalz in warmem Wasser auf und tränkst deine Socken damit. Auswringen und anziehen – ein Handtuch im Bett unterlegen, dass das Laken verschont bleibt.

So ein Socken wirkt Wunder für eine gute Nacht: Ruhige Beine, entspannte Füße und Ausleitung von Säure.

Vergiss am Morgen nicht, die Socken gründlich auszuspülen. Dann kannst du sie am Abend wieder verwenden.

Basensockn

Der Yogisch Leben Gedanke: Zurück zu mir

Ich wünsche dir einen wundervoll-sonnigen Sommer und eine entspannte Gelassenheit mit diesen kraftvollen Tipps, die mir selbst auch jedes Jahr sehr helfen. 

Selbstfürsorge möge dein Ritual werden. Deine Kraftquelle für jeden Tag. Wie das geht, haben wir oft vergessen in all dem Machen und Tun für andere. Dir dabei zu helfen, dich wieder zu finden, ist mein Herzens-Antrieb. 

Damit es dir leichter fällt, die ersten Schritte zu gehen, habe ich ein Geschenk für dich kreiert: Meinen Balance-Guide „Zurück zu mir“. Wenn du auf diesen Button klickst, gelangst du direkt dort hin und kannst ihn dir runterladen. 

Ich hoffe, du hast Freude daran und entdeckst dich wieder neu. Die, die du wirklich bist – und immer warst! 

Und wann immer du Fragen hast oder mehr möchtest, kontaktiere mich gern für deine individuelle Beratung – z.B. in einer Online Balance- & Seelenzeit. 

Du musst den Weg nicht  allein gehen. Wenn du magst, schreib mir gern – und lasse auch deine Gedanken hier im Blog in den Kommentaren da.

Ich mag wissen, wer du bist, die das hier liest und freue mich wenn es dir dient.

Lasse das Licht deine Freundin sein – um das Licht in dir wieder stärker wahrzunehmen.

Von Herzen zu dir

Für dich – die Tiere- die Welt

Sabine

SAT NAM🙏🏼

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